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SIGNS FROM THE SEA

Acrylics/shaped signs
150cm x 100cm x 1,9cm

“SIGNS FROM THE SEA“
Ausstellungsansicht Neue Galerie Graz
2025

Im Zuge meiner Residency in Triest habe ich mich mit der Rolle des Hafens als historische, gegenwärtige und zukünftige Verbindung über das Meer und als Motor der Globalisierung auseinandergesetzt: mit der Frage, welche Impulse die maritimen Netzwerke hervorgebracht haben, sowie mit der Idee des Meeres als ein „extra-state space beyond the territory of states” (Philip E. Steinberg). Bei der Betrachtung der Entstehung unserer globalisierten Welt bleibt die Rolle des Meeres oft weitgehend unsichtbar, bei der Kartierung der Welt wurde das Meer ausgespart – aber man kann die Globalisierung auch vom Wasser her denken.

Die Arbeit “SIGNS FROM THE SEA” wirft - ausgehend von der Adriaküste  - einen neuen Blick auf das Meer und ermöglicht in Form neuer Mappings ein Nebeneinander vieler unterschiedlicher Geschichten und Erfahrungen, die das Meer als einen Denkraum aufmachen.

In seiner „History of the Adriatic“ bezeichnet Egidio Ivetic das Meer als ein “historical object and an extraordinary text through which the past can be read”. Es ist eine Geschichte der Verbreitung von Gütern und Ideen, kapitalistischen und kolonialistischen, aber auch rebellischen, egalitaristische Ideen. Das Meer ist Grenze und Verbindung zugleich – zwischen Kulturen (und ihren Codes), Flora Fauna, und vielem mehr. 

Unsichtbar bleibt auch die enge Verknüpfung des Meeres zu den umgebenden Städten als Basis aller Verbindungen und Drehscheiben aller Unternehmungen.

Gleichzeitig ist das Meer heute der unsichtbare Schauplatz des globalen Handels mittels Containerschiffen, Kriegsschauplatz, Träger umfangreicher Datenkabel, und vor allem größter Teil der am klimatischen Kipppunkt stehenden Hydrosphere der Erde.

All diese Themen fließen in die Arbeiten der Serie “SIGNS FROM THE SEA” ein, deren Mappings mit unterschiedlichen Elementen das gegenwärtige Meer als neues Zeichensystem des Anthropozän abbilden

Die “shaped maps” sind bathymetrischen Karten (Karte des Meeresbodens mit Tiefenlinien) - in diesem Fall jenen aus dem Golf von Triest - nachempfunden.

In einem in zeichenhafter Formensprache gehaltenen Mix aus patterns, signs und pictograms bilden die “SIGNS FROM THE SEA” ein Palimpsest eines “hybriden, fluiden Kulturraumes”.(E. Ivetic)

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"SIGNS FROM THE SEA“ 
Acrylics on shaped boards, 
160cm x 100cm x 2cm, 
2025 

Installation as part of the exhibition “ARTSPACE STYRIA”, Neue Galerie Graz

During my residency in Trieste, I researched on the role of the port as a historical, present, and future link across the sea and as an engine of globalization.
The history of the Adriatic is a history of the distribution of goods and ideas, capitalist and colonialist, but also rebellious and egalitarian ideas.
The sea is both a boundary and a connection—between cultures (and their codes), cities, flora and fauna, and much more. 
At the same time, the sea today is the invisible stage for global trade via container ships, a battleground, an industrial site, a carrier of extensive data cables, and above all, the largest part of the Earth's hydrosphere.
Through new mappings which juxtapose many of these different stories and experiences, the sea is opened up as a space for reflection.
The series “SIGNS FROM THE SEA” depicts the contemporary sea as a palimpsest of a “hybrid, fluid cultural space“ (Egidio Ivetic) as well as a new sign system of the Anthropocene.

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