chevron-up chevron-right chevron-left

Andrä-Platz Graz

Geladener Wettbewerb Neugestaltung Andrä-Platz Graz
Kunst im öffentlichen Raum Steiermark
(nicht realisiert)

KONZEPT 

Ziel des Konzepts ist es, einen urbanen Platz als neues Zentrum für Begegnung und Kommunikation innerhalb des Stadtteils zu schaffen. Einen weltoffenen, ‚belebten’ Platz, der durch seine gelebte Multikulturalität vorbildhaft für ganz Graz sein kann und eine Verbindung schafft zwischen der Pfarre Andrä und den Bewohnern des Stadtteils.
Den zentralen Platz des Entwurfs bildet - sinnbildlich für die Offenheit der Pfarre Andrä und des gesamten Stadtteils – das Logo einer Weltkarte. 
Das Konzept sieht eine Neuordnung des uneinheitlichen Erscheinungsbildes durch eine reduzierte einheitliche Platzgestaltung vor.
Anstelle der ungenutzen Wiesenflächen soll eine urbane, öffentlich nutzbare und vor allem betretbare Nutzeroberfläche geschaffen werden, die vielen unterschiedlichen Veranstaltungen Raum bieten kann. 
Daher sieht der Entwurf auch eine große Platzebene vor, die ohne Stufen oder Mauern ungehindert begehbar ist.
Der zentrale (vom Baumbestand definierte) Platz wird mittels Betonplatten mit besenrauer Oberfläche eingefaßt. Der notwendige Verbindungsweg zwischen Pfarrhaus und Kirche wird beibehalten und ordnet den Platz in zwei Teilflächen, deren Oberflächen als wassergebundene Decken ausgeführt sind.
Der straßennahe Teil ist bewußt offen gelassen, um Platz für flexible Nutzungen zu ermöglichen. Die helle Betonfläche ragt bis unmittelbar an die Straße, um den Platz klar nach außen zu öffnen und auf den Platz einzuladen.
Die äußeren Ecken der Fläche werden von Betonbänken eingerahmt, die gleichzeitig als Sitz - und Beleuchtungselemente dienen.

WELTKARTE (world map icon)

In der Mitte des Platzes befindet sich das zentrale Gestaltungselement: eine mittels Pixel abstrahierte Weltkarte. Jedem Pixel entspricht eine (in zwei Farben – hellgrau und dunkelgrau -  ausgeführte) Betonplatte von 50cm x 50cm.

UNTERSTAND (shelter)

Der vom Baumbestand definierte ‚Kreis’ wird an der Südseite des Platzes von einem Unterstand geschlossen, der die Breite der Weltkarte aufnimmt und weiterführt.
Dieser Unterstand ist in seiner Funktion als Bühne und Veranstaltungzentrum mittig am oberen Ende des Platzes (akustisch günstige Lage, Überblick) platziert.
Die Grundform verweist auf das klassische ‚Wartehäuschen’ als positiv konnotierte ‚Architektur des Wartens’ in einer Welt ‚in transit’.
In die Rückseite des Unterstands sind sechs je 1m breite unterschiedlich farbige Glaspaneele eingefaßt. Die Farbauswahl erschließt sich aus dem global view auf die Erde: ocker, türkis, grüntöne, grau.
Die färbigen Glaspaneele werden bei Dunkelheit hinterleuchtet und lösen nachts die Weltkarte als ‚Logo’ des Andrä-Platzes ab.Nutzungsmöglichkeiten: 
- Unterstand, Shelter 
- Bühne für Konzerte, Veranstaltungen und Feste
- Open air – Kapelle (Feldmesse)
- Workshops
- Open Library, ....

GÄRTEN (gardens) 

Im Nahbereich der Kirchenmauern ist die Oberfläche – wie auch auf der Westseite zur Straße (Gehsteig) – in Asphalt ausgeführt, um einen angemessen Abstand zum in Beton gefaßten klar definierten Platz zu schaffen. In diesem Bereich, entlang der Kirchenmauern, befinden sich die ‚Gärten’/Grünflächen, deren Formen sich aus der Weltkarte ableiten (dh ausTeilelementen - in Pixel dargestellten Kontinenten). Beispielhaft stehen die fünf wie aus stark vergrößerten Pixeln zusammengestellte Gärten für die fünf Kontinente (EUROPA/ASIEN, AFRIKA, AMERIKA, ANTARCTICA, AUSTRALIEN). Umrandet werden diese Hochbeete von einer 45cm breiten Betoneinfassung, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit dient.
Auch an der Westseite, der Straße zugewandt, soll – um einer einheitliche Neugestaltung Rechnung zu tragen - anstelle der dzt. aufgestellten Fertigteil-Betontröge  dieser Entwurf umgesetzt werden.
Die zur Straße  nächstgelegene Grünfläche schafft eine abgeschlossene eigene Raumsituation vor der an der Kirchenmauer situierten Kreuzigungsgruppe.
Bepflanzungs – bzw. Nutzungsmöglichkeiten:
Die Hochbeete sollen für wechselnde partizipatorische Projekte zur Verfügung stehen (Pfarre Andrä, Migranten, Nachbarschaftszentren, Vereine, Kinder, Jugendliche,...).
Möglichkeiten/Vorschläge:
- Bepflanzung entsprechend der Zusammensetzung aus 1mx1m - Pixeln in verschiedenfärbigen Bepflanzungen/m2 (als mögliche formale Vorgabe)
- Nachbarschaftsgärten
- Pflanzen aus den unterschiedlichen Ländern der Bewohner des Viertels
- Bepflanzung entsprechend der fünf Kontinente
- Gemeinschaftliche Gemüsegärten
- Klostergarten
- ‚Gottesacker’
- Kräutergarten
- Künstlergärten
- Guerillagardening

BELEUCHTUNG

Zusätzlich zur beleuchteten neuen Fassade der Andrä-Kirche rahmt die geplante Beleuchtung den neuen Platz ein.
Zum einen werden Leuchten unter den sechs Betonbänken angebracht, und als oberer Abschluß werden die sechs verschiedenfärbige Glaspanele  des Unterstands hinterleuchtet, die so ein markantes Leuchtobjekt bilden.

Back to Projects